Die günstigste Ladekarte

Der unabhängige Vergleich der Ladekarten stellt die totalen jährlichen Kosten für das öffentliche Laden verschiedener Anbieter gegenüber. Dabei wird an Ladestationen verschiedenster Schweizer Betreiber geladen, wobei das untransparente Roaming zum Tragen kam. Lesen Sie hier, wer Sieger im Ladekartenvergleich wurde und wer die Anbieter von Ladekarten sind.

Ladeprofil: der Pendler

  • Fiat 500e Icon 
  • 10'000 km/Jahr (ca. 30 km pro Tag)
  • 100% öffentliches Laden
  • davon 40% an Schnellladestationen


Rangliste günstigste Anbeiter 

jährliche Kosten für Ladestrom

  1. MOVE CKW:           Fr.     692.59
  2. eCarUp:                      Fr.     844.33
  3. Swisscharge:           Fr.     927.27
  4. MOVE Comfort:   Fr.     946.17
  5. MOVE light:            Fr.     999.45
  6. Plug'n Roll:              Fr. 1'037.94

Ladeprofil: Der Familienwagen

  • VW ID.4 Pure Performance
  • 20'000 km/Jahr
  • 80% öffentliches Laden
  • davon 40% an Schnellladestationen


Rangliste günstigste Anbeiter 

jährliche Kosten für Ladestrom

  1. MOVE CKW:          Fr. 1'544.05
  2. eCarUp:                     Fr. 1'915.02 
  3. MOVE Comfort:   Fr. 2'211.27
  4. MOVE light:            Fr. 2'416.58
  5. Swisscharge:          Fr. 2'270.12
  6. Plug'n Roll:              Fr. 2'527.15

Ladeprofil: das Geschäftsfahrzeug

  • Skoda Enyaq iV 80 Lounge
  • 30'000 km/Jahr
  • 60% öffentliches Laden 
  • davon 90% an Schnellladestationen


Rangliste günstigste Anbeiter 

jährliche Kosten für Ladestrom 

  1. MOVE CKW:           Fr.     888.32
  2. eCarUp:                      Fr. 1'463.01
  3. MOVE Comfort:   Fr. 2'626.45
  4. Swisscharge:           Fr. 2'665.94
  5. MOVE light:            Fr. 2'695.39
  6. Plug'n Roll:              Fr. 3'067.79

Günstigster Anbieter für den Pendler

Der Sub-Anbieter und Partner CKW von MOVE bietet mit transparenten Pricing die günstigsten totalen Kosten (Fr. 692.59). Die jährlichen Abo-Kosten  von 59.- sind dabei bereits mitgerechnet. 

Im AC-Laden (bis 22 kW) gibt es keine zeitbasiertes Bepreisung, was zu keinen unschönen Überraschungen führt, wenn das E-Auto lange parkiert ist.
Im Bereich Schnellladen führt MOVE CKW aufgrund des Minuten-basierten Preises die Rangliste klar an.

Zweitplazierter Anbieter ist eCarUp mit Fr. 844.33, der im AC-Bereich durch das eher ungewöhliche auschliesslich zeitbasierte Pricing im Preis-Mittelfeld liegt, jedoch durch zeitbasiertes Laden im Bereich Schnellladen wieder in der Rangliste wieder aufholt.

Günstigster Anbieter für den Familienwagen

MOVE-Partner CKW lässt auch hier die anderen Anbieter hinter sich, dabei sind jährliche Abo-Gebühren bereits mitgerechnet (Fr. 1'544.05).
Im AC-Laden bis 22 kW liegt MOVE CKW im Mittelfeld, alle Anbieter liegen sehr nahe beieinandner. 
Im Bereich Schnellladen prescht MOVE CKW aber auf den klaren 1. Rang vor. Mit dem Minuten-Pricing ist der Anbieter bis zu 70% günstiger als der letztplazierte Anbieter.
eCarUp als zweitgünstigster Anbieter mit Fr. 1'915.02 liegt im AC-Laden im hinteren Mittelfeld, holt aber durch das zeitbasierte Laden am Schnellladenetz wieder auf.

Günstigster Anbieter für das Geschäftsfahrzeug

Mit sagenhaften 40% preisvorteil zum Zeitplazierten führt der MOVE-Partner CKW die Ranglisten mit Fr. 888.32 einsam an, obschon die jährlichen Abo-Kosten von 59.- bereits integriert sind.
Im AC-Laden liegen alle Anbieter ziemlich nahe beieinander und liegen im Bereich zwischen 247.-bis 291.-.
Beim Schnellladen, welches in diesem Ladeprofil stärker gewichtet ist, kann CKW ihren Vorteil mit dem einheitlichen Minuten-Pricing voll entfalten. Dabei liegt der Preisvorteil gegenüber dem Letztplazierten bei krassen 80%!
Als zweitplazierter folgt mit Fr. 1'462.01 eCarUp, klar vor dem Mittelfeld und kann auch hier durch das zeitbasierte Pricing im Bereich Schnellladen brillieren.

Fazit

Der Ladekarten-Vergleich dürfte eins klar darstellen: Wer oft an öffentlichen Ladestationen Strom tankt, insbesondere an Schnellladestationen, ist sehr gut bedient, wenn er auf Anbieter mit zeitbasierten Preismodell setzt. Hinzu kommt: Je höher die Ladeleistung der E-Autos, umso günstiger der Ladestrom. MOVE-Partner CKW und eCarUp schaffen es aus diesem Grund in allen Kategorien auf die Spitzenplätze.

Die Methodik

Die Ladeprofile

Die Ladeprofile dienen dazu, Vielfahrer von Gelegenheitsfahrern und Pendler zu unterscheiden. Dazu wurden drei Profile erstellt, welche für die Berechnung des Ladekarten-Vergleiches erheblich sind: Der Pendler für Arbeitswege, das Familienfahrzeug für Arbeit und Freizeit sowie das Geschäftsfahrzeug für lange Strecken und Freizeit.

Wahl der Ladestationen

Folgende Ladestationen wurden für die Berechnung einbezogen:

  • swisscharge: GOFAST, Grenzstrasse 1A, 6214 Schenkon (150 kW)
  • MOVE: Rastplatz Chilchbühl Autobahn A2 (50 kW)
  • MOVE:  Parkplatz Messe Allmend Luzern (22 kW)
  • Plug'n Roll: RHB-Strasse 1, Landquart (22 kW)
  • evpass:  EmmenCenter, Stauffacherstrasse 1, Emmen (22 kW)
  • eCarUp: Parkhaus Lindenpark Luzernerstrasse 5, Kriens (22 kW)
  • IONITY: Autobahn A2, Raststätte Neuenkirch (350 kW)

Roaming

Das Roaming wurde selbstverständlich einberechnet. Die Berechnung der Roaming-Preise an den verschiedenen Ladestationen bildet den Kern der Berechnung.
Lesen Sie hier, was Roaming ist.

Die Ladeprofile im Detail

Der reinelektrische Fiat 500e Icon (Quelle: Fiat)

Ladeprofil: Der Pendler

Der Pendler nutzt den Fiat 500e Icon zum Pendeln und fährt jährlich 10'000 km (ca 30 km pro Tag). 
Im Ladekarten-Vergleich wird der Fiat zu 100 % an öffentlichen Ladestationen geladen. Der Pendler hat keine Möglichkeit, das Fahrzeug am Arbeitsplatz oder zuhause zu Laden. Davon werden 60 % (6'000 km) an AC-Ladestationen und 40 % (4'000 km) an DC-Schnellladestationen geladen.

VW ID.4 (Quelle: VW)

Ladeprofil: Der Familienwagen

Der VW ID.4 Pure Performance wird als Familienwagen genutzt, zum Einkaufen und für Freizeitausflüge. Jährlich gefahrene Distanz: 20'000 km.
Im Ladekarten-Vergleich wird der ID.4 zu 80 % an öffentlichen Ladestationen diverser Anbieter geladen. Zu 20 % lädt der ID.4 am Arbeitsplatz oder an kostenlosen Ladestationen. Davon werden 60 % (9'600 km) an AC-Ladestationen und 40 % (6'400 km) an DC-Schnellladestationen geladen.

Skoda Enyaq (Quelle: Skoda)

LadeProfil: das Geschäftsfahrzeug

Das Geschäftsfahrzeug Skoda Enyaq iV 80 Lounge wird für die aussendienstlichen Termine genutzt sowie für private Fahrten. Jährlich zurückgelegte Distanz: 30'000 km.
Im Ladekarten-Vergleich wird der Enyaq zu 60 % an diversen öffentlichen Ladestationen geladen, da am Arbeitsplatz Ladestationen zur Verfügung stehen. Davon werden 10 % (1'800 km) an AC-Ladestationen und 90 % (16'200 km) an DC-Schnellladestationen geladen.

Mehr Tipps und Tricks zum öffentlichen Laden

Die Anbieter im Überblick

In der Schweiz gibt es eine Handvoll öffentliche Ladeverbunde, welche verschiedene Preismodelle anbieten. Die Ladekarten sind meist mit allen öffentlichen Ladestation kompatibel, dabei muss unbedingt auf die Roaming-Gebühren acht gegeben werden.

MOVE Mobility

MOVE ist ein grosser Schweizer Ladeverbund und kommt aus der  Energieversorgungsbranche mit BKW, CKW, Groupe E, SIG, Primeo u.v.m.

Angebot: 

  • mit oder ohne jährlicher Gebühr
  • Abrechnung via Kreditkarte
  • monatliche Abrechnung


Freischaltung der Ladestation:

  • MOVE-Karte oder Schlüsselanhänger
  • MOVE-App


Preisbeispiele an eigenen Ladestationen:

22 kW Leistung: 
0.03 CHF/min + 0.35 CHF/kWh

150 kW Leistung:
0.10 CHF/min + 0.59 CHF/kWh

Support-Hotline:
0800 29 29 29


swisscharge.ch

swisscharge stammt vom Energieunternehmen Energie360° und TCS  ab. swisscharge arbeitet mit Partnern wie GOFAST zusammen.

Angebot:

  • keine jährliche Gebühr
  • Abrechnung via Kredikarte
  • monatliche Abrechnung


Freischaltung der Ladestation:

  • swisscharge Ladekarde
  • Verknüpfung mit SwissPass
  • swisscharge.ch App


Preisbeispiele an eigenen Ladestationen
22 kW Leistung:
individuelle Preise pro Ladestation
150 kW Leistung:
individuelle Preise pro Ladestation

Support-Hotline: 0848 84 80 88

Plug'n Roll

Plug'n Roll stammt von Repower aus dem Kanton Graubünden hervor und ist in Norditalien, Süddeutschland und der Schweiz tätig.

Angebot:

  • keine jährliche Gebühr 
  • Abrechnung via Kreditkarte
  • periodische Abrechnung.


Freischaltung der Ladestation

  • E-Driver Card
  • Verknüpfung mit SwissPass
  • Plug'n Rol App


Preisbeispiele an eigenen Ladestationen
22 kW Leistung:
1.50 CHF/Ladevorgang + 0.45 CHF/kWh
150 kW Leistung:
1.50 CHF/Ladevorgang + 0.70 CHF/kWh

Support-Hotline: +41 81 423 7070


evpass

evpass ist ein Unternehmer der Green Motion SA aus der Westschweiz mit eigens produzierten Ladestationen.

Angebot:

  • mit oder ohne jährlicher Gebühr 
  • Abrechnung via Kreditkarte
  • prepaid oder postpaid möglich 


Freischaltung der Ladestation:

  • evpass-Karte
  • evpass App
  • teilweise per SMS oder Kreditkarte


Preisbeispiele an eigenen Ladestationen
22 kW Leistung: 0.45 CHF/kWh
150 kW Leistung: 0.45 CHF/kWh

Support-Hotline: +41 58 221 96 60


Welche Ladekarten dürfen im Ladekarten-Vergleich 2022 keinesfalls fehlen?